Geschichte

ist noch nicht ganz fertig

Geschichte

Erste Jahre nach der Gründung

Schon vor 1873 bestand in Würenlingen ein Infanterieverein. Aus diesem schlossen sich im Jahre 1874 provisorisch 20 Schützenfreunde zusammen. Statuten wurden, lautend auf Schützengesellschaft Würenlingen und Umgebung, erstellt. Genehmigt wurden diese aber in einer ersten Eingabe nicht. Mittlerweile schrieb man das Jahr 1874 bis die Statuten bereinigt und von der kantonalen Militärdirektion genehmigt wurden. An der ersten Jahresversammlung vom 8. Februar 1874, also dem eigentlichen Gründungs- Jahr, wurde definitiv der Vorstand in Pflicht genommen. Erster Präsident war Karl Meier, Ammann.

Die Vereinstätigkeit bestand anfänglich aus 2-3 Schiessübungen, Ausmärschen und im Herbst jeweils als Hauptanlass das Endschiessen. Im Schiessbetrieb herrschten gleich von Anfang an strenge Bräuche und harte Sitten. Vor jeder Schiessübung wurde eine Versammlung abgehalten. Jedes Mitglied hatte zu dieser Versammlung mit Gewehr und Patronentasche anzutreten! Anschliessend wurde die Munition ausgehändigt. Wer nicht erschien, wurde mit 20 bis 50 Rappen gebüsst. Scheiben und Zeigermaterial mussten mit Karren zum Schiesstand transportiert werden. Ebenso bei nasser Witterung Säcke und trockene Strohmatten.

Die Endschiessen waren eigentliche Dorffeste. Böllerschüsse verkündeten den Anlass. Nachher wurde unter Begleitung der Musikgesellschaft zum Schiessplatz abmarschiert. Jedes Mitglied war mit einem grünen Seidenband geziert. Aber auch auf dem Schiess- platz herrschte Disziplin und wer sich mehr als eine Viertelstunde von der Gesellschaft entfernte, oder ohne Befehl des Vorstandes schoss, wurde mit einer Busse von Fr.1.- belegt.

Zu jener Zeit gab es in Würenlingen schon die Musikgesellschaft und der Männerchor. Doch der Verein mit Rang und Namen soll, gemäss Ueberlieferung, der Schiessverein gewesen sein!

Im Jahre 1875 wurde die Anschaffung einer Fahne beschlossen. Der Preis durfte Fr.160.—nicht übersteigen. Die Gemeinde leistete dazu einen Beitrag von Fr. 80.- Die restlichen Kosten wurde auf die Mitglieder, mit je Fr.2.-, aufgeteilt. Auch damals war eine Fahnenweihe ein Anlass zum Festen. Das Festprogramm lautete wie folgt:

„Um 1100 Uhr ertönen 6 Böllerschüsse zum Festgruss. Anschliessend Abmarsch vom Gasthaus Rössli(heute Bären) zum Schulhaus. Der Vorstand geziert mit rotem Seidenband. Nach dem Fahnenmarsch wurde das Banner durch Lehrer Anton Schifferli entrollt. Nach einem Zug durchs Dorf begibt man sich auf dem Schiessplatz zum Endschiessen.“

1877 traten neue Statuten in Kraft. Nach straffen und disziplinierten Schiessübungen und Endschiessen kamen aber auch damals die gemütlichen Seiten zur Geltung. Ausflügewurden auf den Herrenberg, ein Jahr später nach Leuggern und wieder ein Jahr später, nach Stilli durchgeführt. Auf den fremden Plätzen wurde man jeweils freundlich empfangen. Meistens wurde am Ziel dieser Ausflüge noch eine Schiessübung abgehalten. Die Resultate waren nicht immer gerade die besten, dafür kam der Humor und die gute Laune nicht zu kurz. Uebrigens musste bei solchen Ausmärschen die Scheiben immer mitgebracht, oder vorgängig per Bahn dorthin transportiert werden.

Am 6. Mai 1885 beschliesst die Generalversammlung einstimmig den Beitritt in die Aarg. Kantonale Schützengesellschaft. Somit konnte deshalb schon am 21.Juni des gleichen Jahres das kantonale Sektionswettschiessen in Lengnau besucht werden. Der morgendliche Abmarsch erfolgt um 5.15 Uhr mit Musikbegleitung. In Lengnau wurde man dann mit Böllerschüssen auf’s freundlichste empfangen.

Am 25. März 1906 wurde der Beitritt zum Bezirksschiessverband Zurzach beschlossen. Bereits im Jahre 1922 folgte dann wieder der Austritt.

Die Teilung der Schützengesellschaft

Anlässlich der Generalversammlung der Schützengesellschaft vom 20. März 1904 richteten 15 meist jüngere Mitglieder ein Schreiben mit dem Wunsche an die Versammlung, die bestehende Gesellschaft solle sich Aufteilen in die Schützengesellschaft und die Freischützen. Dem Wunsche wurde entsprochen. Aktiven und Passiven wurden aufgeteilt und dem den neuen Verein Freischützen Fr. 30.– als eigentliches Startgeld geschenkt. Somit war der Weg frei zur Gründung eines zweiten Schiessvereins, also den „Freischützen Würenlingen“. Schon ein Monat später setzten sie ihre Statuten in Kraft. Die Freischützen bestanden aus mehrheitlich jungen, aktiven und schiessfreudigen Schützen Es war natürlich klar, dass sich auch die Mitgliederzahl der Schützengesellschaft rund um die Hälfte verringerte.

Trotzdem sich die Zweiteilung der Würenlinger Schützengilde in freundschaftlicher Weise vollzog, machen sich schon zwei Jahre später bereits gewisse Differenzen bemerkbar. Die Schützengesellschaft wollte den Freischützen die Benützung des Scheibenhauses verwehren, oder dann nur gegen aus der Sicht der Freischützen zu hoher Jahresmiete von Fr. 40.- überlassen. Der erste Präsident der Freischützen war Johann Frei, Baumeister (Dorers). Bereits im Gründungsjahr wurde ein zweitägiges Ehr- und Freischiessen durchgeführt, welches mit einem Gewinn von Fr. 130.— abschloss. Am 28. März 1907 beschlossen die Freischützen die Anschaffung einer Fahne, welche dann am 4.August des gleichen Jahres eingeweiht wurde. Patensektion war die Schützengesellschaft Würenlingen. Alsdann entwickelten die Freischützen eine rege Vereinstätigkeit, was sich gleichsam etwas lähmend auf die Schützengesellschaft auswirkte. Letztere hatte dann während den Kriegsjahren 1914-1918 die ganze Vereinstätigkeit vorübergehend eingestellt. Die Schützengesellschaft Würenlingen wurde am 20.Februar 1927 an der Generalversammlung des Bezirksschützenverbandes Baden in Turgi, zusammen mit den Schiessvereinen Gebenstorf, Reuss und Vogelsang in den Verband aufgenommen. Die Freischützen Würenlingen wurden am 16. März 1930 in den Bezirksverband aufgenommen.

Fusion der beiden Schiessvereine

Im Frühjahr 1935 schien dann doch die Zeit der Annäherung der Würenlinger Schützen gekommen zu sein. In einer gemeinsamen Versammlung in der Turnhalle, unter dem Vorsitz des Präsidenten der Freischützen, Hans Schneider, stand die Fusion, der seit 1904 getrennte Wege gehenden Vereine, als Haupttraktandum zur Debatte. Für damalige Verhältnis soll dies „ein heisses Eisen“ gewesen sein. Die Berichterstattung über diese Fusionsversammlung lautet wie folgt:

„Die Atmosphäre ist schwül. Die Diskussion stürmisch. Bemerkenswert ist, dass die Gegner der Fusion auf Seiten der Schützengesellschaft sind. Die eigentlichen Befürworter auf Seiten der Freischützen. Man kann hier ruhig sagen, der Starke reicht zuerst die Hand. Nachdem bei der Abstimmung beide Vereine aufgelöst waren,wurde der neue Verein auf „Schützengesellschaft Würenlingen“ getauft

Bereits am 2. Mai 1935 wurden neue Statuten in Kraft gesetzt. Am 24. und 25.Juni 1939 wurde dann als eigentlich erster Grossanlass nach der Fusion, das Eidg.Schützenfest in Luzern besucht. Kaum waren die schönen Erinnerungen dieses Fest verklungen, zogen Ende August/Anfangs September schon die ersten Kriegswolken auf. Während dem zweiten Weltkrieg von 1939-1945 war das Schiessenwesen im ganzen Land praktisch eingestellt. Ausser Munition für das obligatorische Programm und das Feldschiessen wurden erst ab 1924 wieder 24 Kaufpatronen pro Mitglied zur freien Verfügung abgegeben. Bereits im Juli 1945 fand in Würenlingen schon wieder ein Feldschiessen, mit einer Beteiligung von über 600 Schützen aus 12 Sektionen statt. Somit fand dann die meistens rege Festtätigkeit der Nachkriegsjahre ihre Fortsetzung.

Schiessplätze

Rütti

Im Jahre 1876 ist erstmals der Schiessplatz Rütti erwähnt. Dieser lag oberhalb der Kirche eingangs des Tüchelweges. Geschossen wurde in die sogenannte Büchs Richtung Mülibuck. Dies dürfte der erste Schiessplatz gewesen sein. Geschossen wurde in dieser Zeit mit dem Feldstutzer und dem Vetterligewehr auf die Distanzen von 250, 300 und 400 Meter.

Winkelacker

Als zweiter Schiessplatz ist der Winkelacker erwähnt. Dieser Standort konnte nach langen Nachforschungen zwischen Brömliacker und Kuhgässli, in der Gegend desheutigen Kleeweges eruiert werden. Die Schussrichtung war über die Strasse Richtung Haldenweg.

Beznau

Im Jahre 1882 wurde bereits in der Beznau geschossen. Der Schiesstand lag in dernördlichen Ecke des heutigen PSI-Areals. Der Scheibenstand bei der grossen Eiche.

Firsthalde

1898 waren die Verhandlungen mit einem gewissen Herrn Vogt aus Villigen soweit gediehen, dass die Schützengesellschaft gegen eine jährliche Gebühr von Fr.15.– im Grundstück von Herrn Vogt, in der Firsthalde einen Scheibenstand erstellen konnte.

Am 16. Oktober 1898 wurde erstmals im Oberfeld geschossen. Schon ein Jahr später wurde ein Scheibenhaus erstellt. Dies zur Unterbringung der Scheiben, da der jeweilige Scheibentransport vom Dorf zum Schiessplatz zu beschwerlich war.

Kostenüberschreitungen gab es schon damals. Das Scheibenhaus kostete mehr als erwartet. Die Folge davon war, dass von August Suter ein Darlehen von Fr.180.- aufgenommen werden musste. (Der Schuldschein ist übrigens heute noch vorhanden).

In den Jahren 1920/1921 war langsam die Zeit der Feldscheibenstände vorbei. Auch die Würenlinger Schützen sehnten sich nach einem Schützenhaus und nach einer Zugscheibenanlage. Es wurde eine Schiessstandkommission ins Leben gerufen. Das Präsidium dieser Kommission lag in den Händen von Eugen Meier, Handlung. Der Auftrag lautete dahin, einen geeigneten Standort zu finden und ein entsprechendes Projekt auszuarbeiten.

Bereits am 11. April 1921 fand, im Beisein von Herrn Oberst Metzger, Präsident der kant. Schiesskommission, dem Gemeinderat, Vorstände der Freischützen und Schützengesellschaft, sowie der Schiessplatz Kommission, eine Begutachtung statt. Das Projekt Oberfeld (bis dahin geltender Schiessplatz), wurde gleich fallengelassen.

Ein weiteres Projekt, Oberweg , Schussrichtung von der Linde Richtung Halde, erwies sich laut Begutachtung des kant. Schiessoffiziers, nicht als vorteilhaft. Auch die Schützen waren von diesem Projekt nicht voll überzeugt. Die Standdortfrage blieb also weiterhin offen.

Eichen

Das Jahr 1923 bringt dann endlich den definitiven Standort der Anlage im Eichen. Dieser Schiessplatz wurde von der Schiessplatzkommission als günstig anerkannt. Beschlossen wurde eine Zugscheibenanlage. Der Kostenvoranschlag lautete auf Fr.14’500.–. Die Ortsbürgergemeinde lieferte sämtliches Holz gratis. Die Cementfabrik spendete über 300 Sack Zement. Die Baukommission wurde von Eugen Meier präsidiert. Die Pläne, welche übrigens heute noch guterhalten vorhanden sind wurden von Gottlieb Meier, Zeichner, erstellt. Die Arbeiten wurden an Johann Frei, Baumeister und an Gottfried Meier, Zimmerei, übergeben. Die ganze Anlage kostete Fr. 15’044.-, inkl. Landerwerb und Ueberschiessungsrechte. Die Zuwendungen der Gemeinde und der Cementfabrik betrugen Fr. 3’750.-. Die Restschuld der beiden Gesellschaften resultierte auf Fr. 11’291.–

1951 wurde dann der Schiessstand im Eichen einer Renovation und Erweiterung auf definitiv 10 Scheiben unterzogen.

Am 25. September 1977 wurde, anlässlich des Endschiessens, zum letzten Male im alterwürdigen Eichen geschossen, da ja der Umzug in die Regionalschiessanlage Homrig kurz bevorstand.

Regionalschiessanlage Homrig

Im Jahre 1973 stand die Nachbargemeinde Endingen vor der Tatsache, eine neue Schiessanlage bauen zu müssen. Auch in Würenlingen rückten die Wohnüberbauungen immer näher an das Schützenhaus Eichen. So musste man annehmen, dass auch bei uns in den nächsten Jahren infolge der Lärmimmissionen nicht mehr geschossen werden darf. Die Schützengesellschaft hatte daher beschlossen, sich an einer regionalen Schiessanlage zu beteiligen. Deshalb wurden in den Jahren 1973 und 1974 die verschiedenen Verhandlungen geführt. Ein geeigneter Standort konnte dann im Homrig auf Gemeindegebiet Endingen gefunden werden. Nebst den Gemeinden Endingen und Würenlingen, zeigte auch der Gemeinderat Unterendingen ihr Interesse zur Beteiligung an der regionalen Schiessanlage, zumal die dortige Schiessanlage auch nicht mehr den gültigen Schiessvorschriften entsprach. So stimmten dann die drei Gemeinden an ihren Gemeinde-Versammlungen den vorgelegten Krediten zu. Das Kreditbegehren lautete auf eine Gesamtsumme von Fr. 910’000.-. Davon mussten die Schützen der betreffenden Vereine eine Eigenleistung von Fr. 110’000.- aufbringen. Zudem mussten die Gemeinden Unterendingen und Würenlingen noch rund Fr. 40’000.- als Einkaufsrechte zahlen. Die Aufteilung der noch verbleibenden Kosten im Betrage von Fr.762’000.-, wurde nach einem speziell errechneten Schlüssel berechnet (Endingen 37%, Unterendingen 4%, Würenlingen 59%).

Das Projekt sah eine Anlage von 16 Scheiben auf 300-Meter vor. Ebenfalls eine 50-Meter Anlage von 6 Scheiben (Pistole und Kleinkaliber)wurde geplant, sowie eine Schützenstube mit einem Angebot von 70 Sitzplätzen. Da auch im Schiesswesen inzwischen die Elektronik Einzug gehalten hatte, wurden für die 300-Meter-Anlage 8 Scheiben mit mit elektronischer Trefferanzeige, mit der Option auf Umstellung konventionelle Scheiben, beschlossen.

Infolge einer Beschwerde des Bund für Naturschutzes, konnten die schon für das Jahr 1975 vorgesehenen Bauarbeiten nicht in Angrifft genommen werden. Trotz eigentlichem „Baustop“ wurde hinter den Kulissen eifrig gearbeitet. Es mussten Gesellschaftsverträge, sowie Reglement etc., ausgearbeitet werden. Die eigentliche treibende Kraft von Würenlinger-Seite her war Arthur Schneider, Gemeinderat.

Nebst einer Geschäftsleitung, musste auch eine Schiessplatzkommission bestellt werden.

Im Herbst/Winter 1976/1977 konnte mit den Rodungsarbeiten beim Schützenhaus und Scheibenstand begonnen werden. Trotzdem viele Arbeiten durch Baufirmen und Handwerker ausgeführt wurden, lag doch noch ein grosser Teil der Leistung von Frondienststunden bei den Schützen. Während des ganzen Jahres wurde eifrig gearbeitet und auch der kameradenschaftliche und gesellige Teil nahmen immer einen schönen Platz ein.

Am 10. Dezember 1977 war es dann soweit. Mit einem Eröffnungsschiessen für Behörden und Gäste konnte die Anlage freigegeben werden. Ein Tag später führte die SG Endingen das Endschiessen durch und die SG Würenlingen das Chlausschiessen.

Somit war also der Schiessbetrieb auf dem Homrig eröffnet. Im Jahre 1978 wurde dann noch der Pistolenclub Homrig und im Jahre 1987 die Sportschützen Homrig gegründet. Diese beiden nahmen dann ihre Aktivitäten im 50-Meter-Stand auf.

1979 fand dann das eigentliche Eröffnungsschiessen statt. Daran beteiligen sich nebst den 300-Meter Vereinen auch der Pistolenclub Homrig. Die Teilnahme betrug 1502 Schützen. OK-Präsident war Ernst Schneider, Würenlingen.

1986 wurde eine Subkommission bestellt, zwecks Einbau von neuen Scheiben für die elektronische Trefferanzeige. Das System der im Jahre 1977 eingebauten Scheiben musste erneuert werden. Es mussten wiederum Kreditbegehren an die Gemeinden gestellt werden, was nicht überall auf Verständnis stiess. Doch schlussendlich wurde dann dem Einbau bzw. -umbau für 12 Scheiben mit elektronischer Trefferanzeige, wovon 4 Scheiben zu Lasten der Vereine gingen, zugestimmt. Gemeinsam wurde dann wieder im Sommer 1991 ein entsprechendes Schützenfest durchgeführt. Teilnahme 1200 Schützen. Das OK-Präsidium wurde wiederum von Arthur Schneider, Würenlingen, geführt.

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens nahmen im Juni 1997 wiederum am gemeinsam durchgeführten Jubiläumsschiessen 1047 Schützen teil. OK-Präsident war Edi Wegmann, Unterendingen.

Kantonale und Eidgenössische Schützenfeste

Die Schützengesellschaft Würenlingen hatte sich schon immer bemüht, möglichst an jedem Kantonalschützenfest im Kanton Aargau dabei zu sein. Dies galt natürlich auch für die jeweiligen „Eidgenössischen“.Die nachstehende Uebersicht, soll darüber etwas Aufschluss geben. Schoss man anfänglich in der 4.Kategorie, so absolvierte man dann die Wettkämpfe später in der 3.Kategorie. Alsdann während einigen Jahren in der 2.Stärkeklasse und seit 1990 in der höchsten 1.Kategorie. Die Teilnehmerzahlen seitens der Schützen aus Würenlingen sind leider nicht mehr überall bekannt. Dies gilt auch teilweise für die erzielten Sektionsresultate.

  • 1924 Teilnahme am Eidg.Schützenfest Aarau
  • 1927 Teilnahme am Aarg.Kantonalschützenfest Brugg
  • 1928 Teilnahme am Eidg.Schützenfest Bellinzona
  • 1934 Eidg.Schüzenfest Freiburg (nur durch Freischützen besucht)
  • 1938 Teilnahme am Aarg.Kant.Schützenfest Lenzburg
  • 1939 Eidg.Schützenfest Luzern.
    • Während 2 Tagen besuchte man am 24./25.Juni dieses Fest. Erstmals wurde dabei an einem Eidg. der 1.Goldlorbeerkranz erreicht. Eine besondere Episode gab es, als die Fahnendelegation beim Absenden in Luzern in arger Bedrängnis war. Die Organisatoren hatte zuwenig Goldlorbeeren. Zu Hause war der Empfang mit Behörde und Dorfvereinen vorbereitet. Zwei ganze vife Burschen sollen dabei um Autos geschlichen sein, wo Goldlorbeerkranze von anderen Vereinen deponiert waren, um sich so das begehrte Gold zu erhaschen. Doch als dies nicht gelang, fuhr man kurzerhand nach Sempach in die Kranzfabrik, wo man dann das begehrte Gold erhielt. Bei der Heimkehr und anschliessendem Empfang im Dorf konnte dann der Kranz gebührend gefeiert werden.
  • 1947 Aarg.Kantonalschützenfest Wohlen Goldlorbeer
  • 1949 Eidg.Schützenfest Chur.
    • Erreicht wurde dort wiederum der Goldlorbeerkranz. Der grösste Teil der Würenlinger Schützen besuchte dieses Fest während zwei aufeinanderfolgenden Tagen. Besonders pikant soll es damals mit den Rangeuren gewesen sein. Damals waren diese erst am Schiesstag erhältlich. Es fand also, wie später üblich, kein Vorverkauf, bzw. Vorreservierung statt. Nachdem der Churer Stand als eigentlicher Morgenstand galt, mussten die Schützen bereits morgens um 3 Uhr(!) in der Kolonne zum Rangeurbüro anstehe
  • 1952 Aarg.Kantonalschützenfest Suhr. Goldlorbeer
  • 1954 Eidg.Schützenfest in Lausanne. Goldlorbeer.
    • Sektionsdurchschnitt 50.75 Pkt.
  • 1957 Aarg.Kantonalschützenfest Möhlin. Goldlorbeer,
    • 2.Kat., 3.Rang. Sektionsdurchschnitt 58.258 Pt
  • 1958 Eidg.Schützernfest Biel.Goldlorbeer,
    • Sektionsdurchschnitt 50.308 Pkt.
    • Grossen Erfol Präsident Han Künzi. Er war Schützenkönig des Eröffnungsschiessen.
  • 1962 Aarg.Kantonalschützenfest Möriken-Wildegg,
    • Goldlorbeer 3.Kat., 2.Rang Sektionsdurchschnitt 54.22 Pt. 38 Teilnehmer.
    • Ein hervorragendes Sektionsresultat. Erstmals waren auch schon einige Stgw.57-Schützen dabei.
  • 1963 Eidg.Schützenfest Zürich. Goldlorbeer
    • 44 Teilnehmer. In der 3.Kat. im 21.Rang von 751 Sektionen rangiert. Sektionsdurchschnitt 36.887 Punkte.
    • Ein beachtliches Resultat
  • 1967 Aarg.Kantonalschützenfest Oberentfelden.
    • Goldlorbeer 32 Teilnehmer, 2.Kategorie 17.Rang, Sektionsdurchschnitt 52.59 Pt.
  • 1969 Eidg. Schützenfest Thun. Goldlorbeer
    • 36 Teiln., 3.Kat., 135.Rang, Sektionsdurchschnitt 36.82 Pt
  •  1973 Aarg.Kantonalschützenfest Lenzburg. Goldlorbeer
    • 29 Teiln., Sektionsdurchschnitt 36,806 Pt.
  • 1978 Aarg.Kantonalschützenfest Zofingen.
    • Goldlorbeer 2.Kat., 13.Rang von 66 Sektionen
  • 1979 Eidg.Schützenfest Luzern. Goldlorbeer.
    • 38 Teiln. 2.Kat. im 22.Rang von 552 Sektionen, Sektionsdurchschnitt 37.936 Pkt.

Nach einem Unterbruch von 10 Jahren wurde wieder ein Eidg.Schützenfest durchgeführt. Da sich für das Jahr 1964 kein Organisator fand, konnte also der fünfjährige Turnus nicht eingehalten werden. Doch man spürte es förmlich, dass ein gewisser Nachholbedarf da war. Die Gesamtschützenzahl war überaus gross.

 

  • 1983 Aarg.Kantonalschützenfest Frick. Goldlorbeer.
    • 37 Teiln. 2. Kat., 27.Rang von 67 Sektionen, Sektionsdurchschnitt 36,96 Pt.
  • 1985 Eidg.Schützenfest Chur / Goldlorbeer / 38
    • Teiln. 2.Kat., 22.Rang von 552 Sektionen, Sektionsdurschnitt 37.936 Pt.
  • 1988 Aarg.Kantonalschützenfest Brugg. Goldlorbeer,
    • 38 Teiln. 1.Kat., Sektionsdurchschnitt 32.255 Punkt.
    • Erstmals mussten wir an einem kant Schützenfest in der 1.Kategorie schiessen. Auc wir waren an diesem Kant. Schützenfest involviert, wurde doch während einigen Tagen auf dem Homrig als Ausweichstand geschossen. So konnten wir unsere Programme auf dem Heimstand absolvieren, was resultatmässig aber nicht allen so recht behagen wollte.
  • 1990 Eidg. Schützenfest Winterthur.
    • Goldlorbeer, 34 Teiln.
    • Es war die erste Teilnahme in der 1.Kategorie an einem „Eidgenössischen“ und es musste hart gekämpft werden, dass dann der begehrte Goldlorbeer doch nocht erreicht wurde
  • 1994 Aarg.Kantonalschützenfest Buchs. Goldlorbeer.
    • 32 Teiln. 1. Kat. Rang 13. Sektionsdurchschnitt 36.174 Pt.
  •  1995 Eidg.Schützenfest Thun. Goldlorbeer. 28 Teiln.
    • 1. Kat. Sektionsdurchschnitt 70.571 Punkte.
  • 1999 Aarg.Kantonalschützenfest „Rund um den Homberg“. Goldlorbeer.
    • 28 Teiln. 1.Kat. Sektionsdurchschnitt 72.183 Punkte.
    • Erstmals in der Geschichte der SG Würenlingen konnte sich mit Präsident Roman Meier ein Mitglied aus unseren Reihen für den Schützenkönigsausstich in der Kat.C (Stgw.90) qualifizieren. Schlussendlich errang er dann den hervorragenden 5. Schlussrang und ging nur knapp an den Medaillenrängen vorbei.

Besondere Schützenfeste

Es war früher schon so und ist es auch heute noch, dass wenn die Vereinskasse langsam schwindet ab und zu wieder ein Schützenfest in den eigenen Gemarchungen durchgeführt werden muss. In regelmässigen Abständen waren oder sind es immer wieder periodisch wiederkehrende Anlässe wie Feldschiessen, Bezirksverbandschiessen, Einzelwettschiessen, Freundschaftsschiessen. Aber innerhalb der Schützengesellschaft fanden auch schon verschiedene Grossanlässe statt, welche teilweise von Schützen aus allen Landesteilen besucht wurden.

  • 1924 kann die Schützengesellschaft Würenlingen, das 50-jährige Jubiläum feiern. Dieses Jubiläum wurde nur in einem einfachen Rahmen, verbunden mit dem Endschiessen, durchgeführt.
  • 1925 Um die Schulden für den Bau des neuen Standes von Anfang an etwas zu reduzieren, wurde von den Freischützen und der Schützengesellschaft ein grosses Ehr- und Freischiessen durchgeführt. Die Plansumme betrugt Fr.30’000.- Das Fest dauerte auf zwei Wochenende verteilt 6 Tage. Nebst den acht bestehenden Zugscheiben, wurden noch zwei weitere prov.Scheibenzüge angebaut. Das Fest warf einen Reingewinn von Fr. 6’192.– ab. Es war ein grossartiges Fest und die damaligen Organisatoren glaubten, dass es in Würenlingen kein Fest mehr in einem solchen Umfange geben werde.
  • 1926 Anlässlich einer Versammlung im Herbst 1925 beschloss die Schützengesellschaft die Anschaffung einer neuen Fahne. Der damalige Fähnrich soll sich beklagt haben, die Dorfschönen hätten sich am grossen Schützenfest von 1925 geweigert hinter dieser zerfetzten Fahne einherzugehen. So fand dann 1926 ein Fahnenweihschiessen mit anschliessender Fahnenweihe statt.
  • 1953 Nach dem Umbau des Schützenhauses in den Jahren 1951 und 1952 fand dann im Juni während 7 Tagen, verteilt auf zwei Wochenenden, ein Standeinweihungsschiessen statt. Die Plansumme betrug Fr.20’000.- Sicher werden sich noch viele an dieses schöne Ehr- und Freischiessen erinnern. Ein Reingewinn von Fr. 11’281.– konnte erzielt werden. So konnten die Schulden vollumfänglich abgetragen werden.
  • 1965 An einer denkwürdigen Versammlung im Oktober 1964 beschlossen 17 von 21 Mitgliedern, nach langem Dafür und Dagegen, die Durchführung eines 10-tägigen Fahnenweihschiessens. Als Plansumme wurde Fr.61’000.- beschlossen. 17 Schützen und ein Fest mit einer Unmenge Arbeit. Als Präsident des Organisationskomitees stellte sich Roland Meier zur Verfügung. Mit grossem Optmismus und einem guten Mitarbeiterstab im Organisationskomitee wurde dieses Fest zu einem grossen Erfolg. Viele Helferinnen und Helfer opferten damals 10 Tage Ferien oder Freizeit für dieses Fest. Sicher etwas einmaliges. Am letzten Tage des Festes fand die Fahnenweihe statt. Ein farbenfroher Umzug bewegte sich vom Sternen zum Festplatz beim Schützenhaus im Eichen. In feierlichem Akt wurde die neue Fahne entrollt. Die Ehren als Fahnenpatin fiel Margrit Künzi und als Fahnenpate Fridolin Schneider zu. Das Fest war hinsichtlich Schiessen, Festlichkeit und finanziellen Auswirkungen ein voller Erfolg. Der Reingewinn betrug Fr. 32’065.– Es war ein Fest, das sicher nicht so schnell vergessen wird, trotzdem dies schon über dreissig Jahre zurückliegt. Dank dem erfreulichen Reingewinn konnte die Parzelle beim Schützenhaus für Fr.17’000.- erworben und bar bezahlt werden. Auch gegenüber den sich am Fest mitbeteiligten andersweitigen Dorfvereinen durfte man grosszügig sein und ein entsprechender Zustupf in deren Kassen übergeben.
  • 1974 Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Schützengesellschaft wurde Ende August/Anfangs September ein Jubiläumsschiessen während 3 Tagen durchgeführt. OK-Präsident war Arthur Schneider. Besucht wurde der Anlass von 1158 Schützen. Ein schöner Erfolg für einen solchen Anlass. Am 1.September fand dann in der Festhütte beim Schützenhaus die eigentliche Jubiläumsfeier statt. Es war eine eindrückliche Feier. Nebst Behörden, Verbandsvertretern und Ehrenmitgliedern wurden auch noch frühere Vorstandsmitglieder und ältere Schützen eingeladen. Für viele war es nach vielen Jahren ein freudiges Wiedersehn. Man war sich der Sache aber auch bewusst, dass es bald das letzte Schützenfest im Eichen gewesen sein könnte. Denn die neue Regionalschiessanlage Homrig wurde schon spruchreif. Das Fest wurde auch zum Anlass genommen, um unter der Bevölkerung die nötige Unterstützung und Goodwill das Projekt der Regionalschiessanlage schmackhaft zu machen.
  • 1999 Anlässlich der Generalversammlung des Jahres 1997 wurden beschlossen, das 125-jährige Jubiläum gebührend zu feiern. Dabei wurde bestimmt, dass im Frühjahr 1999 ein dreitägiger Schiessanlass in einfachem Rahmen durchgeführt werden soll. Im Herbst desselben Jahres soll dann die eigentliche Jubiläumsfeier in der Schul- und Mehrzweckanlage Weissenstein stattfinden. Als OK-Präsident wurde Josef Schmidlin gewählt. Der Schiessanlass gehört bereits der Vergangenheit an. Mit einer Teilnahme von 1100 Schützen aus über 91 Sektionen war der Besuch überaus erfreulich.

Festivitäten im Dorf

Jugend

Kleinkaliber und Luftgwehr